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Brühlsche Terrasse
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Man nennt diese auch gerne den Balkon Europas. Eine 8 – 10 m hohe und 930 m lange Flaniermeile auf der alten Stadtbefestigung. Über den alten Kasematten ließ der Premierminister Graf Heinrich von Brühl einen Festgarten mit Palais, Belvedere, Gemäldegalerie und Bibliothek anlegen. Von den ursprünglichen Gebäuden ist keines mehr erhalten. (Die heutigen stammen aus dem 19. und 20. Jahrhundert). Nur der Definbrunnen und zwei Sphingen, die ebenfalls im Brühlschen Park stehen, blieben erhalten. |
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| Vom Schlossplatz führt eine Freitreppe hinauf. Die Figurengruppen der vier Tageszeiten aus Sandstein, von Johannes Schilling, kamen erst 1868 dazu. (Schilling ist in Dresden aufgewachsen, wo er dann auch an der Kunstakademie studierte.) Die Figurengruppen zählen zu den harmonischsten,die Bildhauer in Dresden schufen. Johannes Schilling wurde durch sie berühmt und war einer der bedeutendsten Bildhauer dieser Zeit. Aufgrund starker Verwitterung wurden sie 1883 zuerst vergoldet und 1908 durch Bronzeabgüsse ersetzt. |
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| Links oben, der Morgen, eine weibliche Figur mit dem Morgenstern im Haar, rechts von ihr ein Mädchen, das sich eine Sandale zubindet (als Verweis auf den beginnenden Tag), links von ihr ein Kind, das Wasser auf eine Blume gießt (es symbolisiert den Morgentau). |
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| Rechts oben, der Mittag, dargestellt durch eine männliche Figur mit Strahlenkrone auf dem Haupt. In seiner rechten Hand hält er einen Lorbeerkranz, nach dem sich ein Knabe streckt (es symbolisiert das Streben nach Ruhm), links die Früchte der Arbeit, (ein zweiter Knabe, der einen Spaten in den Boden steckt und seinen Blick darauf richtet) |
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| Links unten, der Abend, eine ältere männliche Figur, mit dem Abendstern im Haar. In seiner linken Hand eine Trinkschale, der nach vollbrachtem Tagewerk Musik und Tanz genießt (dargestellt durch zwei Mädchen mit Tamburin und Laute) |
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| Rechts unten, die Nacht, eine weibliche Figur mit Mondsichel im Haar, die ihr Gewand um einen schlafenden Knaben legt, dessen Hand sie hält, während von der anderen Seite der Gott des Traumes, Morpheus, dem Jungen süße Träume zuraunt.(typisch die Schmetterlingsflügel und Schlafmohn) |
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| Der vordere Teil der Brühlschen Terrasse ist mit jungen Bäumen bepflanzt, der hintere Teil eine Grünanlage mit Bäumen und Denkmälern. Hier befand sich ehemals ein „Belvedere“ Restaurant und Musik-Cafe. Gleich nach der Treppe steht das Rietschel-Denkmal und erinnert an den Bildhauer, der u.a. die Statuen Goethe und Schiller an der Semperoper geschaffen hat. Dieses Denkmal stammt von seinem Schüler Johannes Schilling. |
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Eine moderne Plastik von Vincenz Wanitschke,
die Sieben Bastionen, erinnert an einen Erlass August des Starken, in dem er den sieben Bastionen der Stadtbefestigung die Namen der Sonne, Mond und der damals fünf bekannten Planeten gab, welche zugleich die Namen antiker Götter trugen. Um eine bronzene Erdkugel, ( Durchmesser 1,20 m) , mit aus ihr herauswachsenen Kristallen, (Symbol für einer sich ständig veränderten Welt), stehen auf der Bodenplatte die Namen der Planeten Sol, Luna, Saturn, Merkur, Jupiter, Venus und Mars sowie Inschriften aus dem Edikt August des Starken. |
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| Zwischen Hochschule und Albertinum befindet sich das Denkmal für Gottfried Semper von Johannes Schilling. |
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Der Delfinbrunnen, eines der letzten Zeugnisse der
Barockarchitektur, stammt noch aus der Zeit des Grafen Brühl (1749). Er wird dem französischen Bildhauer Francois Coudray zugeschrieben. Nach der Zerstörung im Jahr 1945 wurde er in den 50er Jahren durch eine Kopie von Werner Hempel ersetzt. Die beiden Sphingen (etwa um 1750) von Gottfried Knöffler schmückten einst das Rokoko-Belvedere des Grafen Brühl. (Sphinx = griech. Würgerin) Legende – der geflügelte Löwe mit dem Frauenkopf, ein Nachkomme des Ungeheuers Typhon, welches auch den dreiköpfigen Höllenhund Kerberos und die neunköpfige Schlange Hydra zeugte. Die Sphinx lebte auf einem Berg bei Theben. – Sie gab den Vorbeikommenden ein Rätsel auf und wer es nicht lösen konnte, erwürgte sie. Ödipus konnte es lösen und befreite so Theben von der Sphinx. |
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Zum 300. Geburtstag Böttgers wurde die Böttgerstele
von Peter Makolies errichtet. Eine Sandsteinstele, 1,90 m hoch, mit einem Medaillon des Portraits Böttgers aus Meißner Porzellan. Johann Friedrich Böttger war es 1708 gemeinsam mit Ehrenfried Walther Tschirnhaus gelungen, ein europäisches weißes Hartporzellan herzustellen. |
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